Schlagzeilen

News vom 20.04.2017
Written by Newsposter
Donnerstag, den 20. April 2017 um 08:03 Uhr

Stadt soll doch kreisfrei bleiben

 

Die Thüringer Landesregierung hat ihre Pläne zur Gebietsreform deutlich verändert. Demnach soll Gera nun doch kreisfrei bleiben. Außerdem soll ein großer Saale-Kreis entstehen aus den Landkreisen Saale-Holzland, Saale-Orla und Saalfeld-Rudolstadt. Kreisstadt würde dort Saalfeld. Zweite Kreisstadt wäre in Ostthüringen dann Altenburg, und zwar für die zusammengelegten Kreise Altenburger Land und Greiz. Geras Oberbürgermeisterin Viola Hahn begrüßte die Entscheidung für eine weitere Kreisfreiheit der Stadt. Offenbar seien die guten Argumente Geras gehört worden, sagte Hahn.

 

Landrat sieht Saale-Großkreis als Chance

 

Der Landrat des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt sieht die Pläne der Landesregierung für einen Großkreis mit Saale-Orla und Saale-Holzland als Chance für die Entwicklung der Region. Marko Wolfram (SPD) sagt , mit dem "Saale-Trio" kann die Zusammenarbeit mit der Boomregion Jena ausgebaut werden. Ein künftiges "Dreierbündnis" könnte vor allem von der Strahlkraft der Stadt Jena profitieren, so Wolfram. Außerdem könne auf die "guten bewährten und engen Verflechtungen" mit dem Saale-Orla-Kreis aufgebaut werden. Saalfeld als Kreisstadt hält Wolfram für sinnvoll. 50.000 Einwohner im Städtedreieck seien ein gewichtiges Argument, so Wolfram. Allerdings dürfe das nicht dazu führen, dass in anderen Orten die Angebote für die Bürger verringert werden.

 

Unverständnis für geänderte Pläne zur Gebietsreform

 

Der Landrat des Saale-Orla-Kreises, Thomas Fügmann (CDU), hat die geänderten Pläne zur Kreisgebietsreform mit Unverständnis zur Kenntnis genommen. Fügmann sagte, diese neuen Kreisstrukturen seien völlig unsinnig. Die Bildung eines Monsterkreises aus dem Saale-Orla-Kreis, dem Saale-Holzland-Kreis und dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, sei unrealistisch und gehe zu Lasten des ländlichen Raumes. Ohne Sinn und Verstand würden durch die Landesregierung Kreisgrenzen gezogen. An Bürgernähe, Heimatgefühl und die finanzielle Umsetzung werde offenbar kein Gedanke zu viel verschwendet.

 

Landrat kritisiert Großkreis als "Monsterkreis"

 

Der Landrat des Saale-Holzland-Kreises, Andreas Heller (CDU), spricht sich gegen einen Saale-Großkreis aus. Wie Heller sagte, hält er diese Variante für die schlechteste. Damit entstehe ein "Monsterkreis", der größer als das Saarland sei. Heller befürchte, dass der Saale-Holzland-Kreis insgesamt an Bedeutung verliere. In einem Großkreis Saaleplatte mit einem Kreissitz in Saalfeld würde der Saale-Holzland-Kreis kaum beachtet werden. Der Verlust des Kreissitzes für Eisenberg würde nicht nur die Stadt selbst "hart treffen", so Heller, sondern auch den umliegenden ländlichen Raum.

 

Frau in den Tod gestürzt - Haftbefehl gegen 54-Jährigen

 

Knapp zwei Wochen nach dem Fund einer Frauenleiche in Altenburg ist Haftbefehl gegen einen 54-Jährigen erlassen worden. Der Verdacht laute auf gefährliche Körperverletzung, teilte die Staatsanwaltschaft Gera mit. Laut Obduktion war die 57-Jährige bei einem Sturz aus dem Fenster ums Leben gekommen. Ob der Nachbar dabei nachgeholfen hat, ist nach Angaben der Ermittler unklar. Allerdings soll der Mann vorher in der Wohnung massiv auf sie eingetreten und sie lebensgefährlich verletzt haben. Beide haben in demselben Haus gewohnt und waren stark betrunken.

 

Landrätin Sojka sieht geplanten Kreissitz positiv

 

Die Landrätin des Kreises Altenburger Land, Michaele Sojka (DIE LINKE), hat die neuen Pläne zur Gebietsreform begrüßt. Danach soll Altenburg Kreissitz des neuen ostthüringischen Landkreises, bestehend aus dem Landkreis Greiz und dem Altenburger Land, werden. „Mit großer Freude und Erleichterung sehe ich mich darin bestätigt, dass es sich lohnt, beharrlich an einer Sache dran zu bleiben" - sagte Sojka wörtlich. Offensichtlich hätten ihre Argumente überzeugt. Sie habe sich schon lange vehement für Altenburg als Kreissitz eingesetzt.

 

Stiftungsdirektor beklagt Finanzausstattung

 

Der scheidende Direktor der Thüringer Stiftung Schlösser und Gärten, Helmut-Eberhard Paulus, hat die mangelnde Finanzausstattung seiner Einrichtung beklagt. Der auf sieben Millionen Euro festgeschriebene Etat sei ein Problem, sagte Paulus. Das Geld reiche nicht aus, um einen angemessenen Bauunterhalt zu garantieren. Hier muss nachjustiert werden, so Paulus wörtlich. Nach 23 Jahren an der Spitze der Schlösserstiftung übergibt er Endes des Monats das Amt an seine Nachfolgerin Doris Fischer.

 
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